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Liebe Tierbesitzer, mit dem Thema Kastration beschäftigt sich irgendwann einmal jeder Hunde – oder Katzenbesitzer. Deshalb geben wir Ihnen hier einen kurzen Auszug aus den neuesten Studien (Der praktische Tierarzt“, Ausg. 09/10) über günstige und ungünstige Nebenwirkungen der Kastration bei Hunden und Katzen.


Hündin:

Pro:
Bei der Kastration vor der 2. Läufigkeit wird das Risiko der Bildung eines Gesäugetumors (20-50% sind bösartig) zu 92 - 95,5 % gesenkt.
Contra: Die Wahrscheinlichkeit der Harninkontinenz nach Kastration liegt bei 3 – 21% , rasseabhängig. Das Vorkommen ist beim Boxer, Dobermann, Bobtail, Riesenschnauzer und Rottweiler erhöht. Bei Kastration kurz vor der 1. Läufigkeit ist dieses Risiko am niedrigsten.

Rüden:
Pro: Verhinderung Der Prostatavergrößerung oder entzündung.
Contra:
Diabetes und Bauchspeicheldrüsenentzündungen sind bei Rüden erhöht.

Die Wahrscheinlichkeit der Bildung eines Prostatatumors (sehr bösartig, jedoch selten) scheint sich etwas zu erhöhen. Insbesondere beim Sheltie, Schottenterrier, Beagle, Englischer Springerspaniel, Deutsch Kurzhaar, West-Highland-Terrier und bei Mischlingsrüden.

Katzen:
Pro: Bei Kastration vor erreichen des 1. Lebensjahres wird die Wahrscheinlichkeit eines Gesäugetumors um 89% gesenkt; zwischen 1. und 2. Lebensjahr nur noch um 11 %.
Contra: Die Häufigkeit von Harnwegserkrankungen im Zusammenhang mit der Kastration wird diskutiert. Gewichtszunahme ist häufig.

Kater:
Pro: Durch Verhaltensänderungen in Form von erniedrigter Aggressivität beim Deck- und Territorialverhalten werden Infektionskrankheiten wie FIV (felines Immundefizitvirus oder „Katzenaids“), FeLV (felines Leukosevirus) und FIP (feline infektiöse Peritonitis) deutlich seltener übertragen. Das Markierverhalten und der Geruch des Urins werden günstig beeinflußt.

Contra: Bis zu 9 x häufiger erkranken kastrierte Kater an Diabetes mellitus.